Fremder in einer fremden Welt

Dieses Album ist kein Statement und keine Einladung.
Es ist ein Protokoll.

Fremder in einer fremden Welt benutzt Stimme, Text und Beats als Werkzeug.
Nicht um zu gefallen, sondern um Zustände sichtbar zu machen, die sich nicht auflösen lassen.

Die Stücke bewegen sich zwischen Selbstbeobachtung und gesellschaftlicher Reibung.
Zwischen Nähe und Abwehr.
Zwischen dem Wunsch, Teil von etwas zu sein, und der Weigerung, sich einordnen zu lassen.

Es gibt keine durchgehende Erzählung und keine Hauptfigur.
Die Songs stehen nebeneinander wie Gedanken, die nicht sortiert werden wollen.
Manche sind direkt, andere sperrig.
Keiner erklärt sich vollständig.

Das Album interessiert sich nicht für Eskapismus.
Es sucht keinen Trost und keine Erlösung.
Es hält aus.

Fremder in einer fremden Welt ist kein Kommentar von außen.
Es ist ein Blick von innen –
auf das eigene Verhältnis zu Macht, Ohnmacht, Anpassung und Widerstand.

Wer etwas Eindeutiges sucht, wird hier nicht fündig.
Wer bereit ist zu bleiben, vielleicht schon.

 

1. Superpower
Was sie Krankheit nennen,
ist oft nur eine Kraft
ohne Anleitung.

2. Maske
Andere tragen Masken.
Meine Maske
ist mein Gesicht.

3. Kurt Cobain
Es ging nie um Perfektion.
Es ging darum,
laut zu sein,
bevor man verschwindet.

4. One man army
Alleinsein
als Produktionsbedingung.
Nicht als Pose.

5.IKNLWS
Anpassung war nie eine Option.
Nur Überleben
oder Explosion.

6. Für immer Nacht
Manche finden im Dunkeln
endlich Ruhe.

7. PengPeng
Angst ist die neue Normalität.
Der Countdown läuft,
auch wenn keiner zuhört.

8. Mein Rap
Kein Genre.
Keine Szene.
Eine Haltung.

9. Chosen / Monster
Berufung von außen
sieht von innen
oft aus wie Wahnsinn.

10. langsam alt
Zeit ist kein Feind.
Vergessen schon.

11. das Kybalion
Gedanken sind keine Metaphern.
Sie sind Werkzeuge.
Oder Waffen.

12. das Biest
Was du unterdrückst,
wächst im Keller.

Sofortbildkamera (Bonustrack)
Kein Nachbearbeiten.
Kein späteres Verstehen.
Das hier ist der Moment,
bevor er wieder verschwindet.

CIS (Bonustrack)
Identität als Käfig.
Etiketten als Beruhigungsmittel
für die anderen.

Candy fürs Volk (Bonustrack)
Ablenkung als Grundnahrungsmittel.
Zucker für die Seele,
damit keiner merkt,
dass sie verhungert.

David nimm mich mit (Bonustrack
Manchmal reicht es,
nicht allein zu gehen.

Dieses Album ist kein Statement.
Es ist das Protokoll eines Zustands.
Ungekürzt.

Das Album bewegt sich zwischen persönlicher Überforderung und gesellschaftlicher Beobachtung.
Zwischen Kontrolle und Kontrollverlust.
Zwischen Nähe und Abwehr.

Es gibt keine Hauptfigur, keine Erlösung und keine klare Moral.
Nur Zustände, Gedankenfetzen und Brüche.

Fremder in einer fremden Welt ist kein Kommentar von außen –
sondern ein Protokoll von innen.

Das Album bewegt sich zwischen Selbstbehauptung und Überforderung.
Zwischen Beobachtung und Abgrenzung.

Es gibt keine durchgehende Figur und keinen Auflösungsanspruch.
Die Stücke stehen für sich, verbunden durch Haltung und Blickrichtung.

Fremder in einer fremden Welt ist kein Kommentar von außen,
sondern ein inneres Protokoll.

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